Vita der Künstler der Hildebrandttage 2017

Foto
Gerlinde Sämann

 











 

Gerlinde Sämann, Sopran
studierte am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium Klavier und Gesang. Zudem absolvierte sie eine Ausbildung zur Atemtherapeutin nach Ilse Middendorf. Ihr Repertoire reicht von historischen Werken über Lied und Oratorium bis hin zu Avantgarde und zeitgenössischem Musiktheater. Seit 1991 tritt die blinde Sopranistin solistisch mit verschiedensten Ensembles auf, etwa mit dem Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble, dem Dresdner Kammerchor, dem Dresdner Kreuzchor, dem RIAS Kammerchor, dem Mittelalter-Ensemble Estampie, VocaMe, Armonico Tributo Austria, der Himlischen Cantorey, der Nederlands Bachvereniging, der Akademie für Alte Musik Berlin, La Petite Bande, sette voci und dem Cantus Cölln. Gerlinde Sämann wirkte bei zahlreichen Festivals mit, wie z.B. der Styriarte, La folle journée de Nantes, Festa da Musica Lissabon, Festival de Vezelay Bourgogne und Festival Oude Muziek Utrecht. Sie gestaltet ausgefallene Lied- und Duoprogramme, beispielsweise mit dem renommierten Hammerflügelspieler Ronald Brautigam und war an zahlreichen Radio- und CD-Aufnahmen im In- und Ausland beteiligt.


Foto
Henriette Marie Reinhold

 











 

Marie Henriette Reinhold, Alt
Im Jahr 1988 wurde ich in Taschkent geboren. Als ich 14 Jahre alt wurde, beschlossen meine Eltern, nach Deutschland auszuwandern, um sich hier ein neues Leben aufzubauen. So kamen wir nach Bernau, eine kleine Stadt am Rande von Berlin, wo ich am wunderschönen Wandlitzsee das Gymnasium besuchte. Als ich 19 Jahre alt wurde, zog ich nach Berlin, machte eine Ausbildung zum Tourismusassistenten und begann anschließend in einem Hotel zu arbeiten. Ich hielt es keine sechs Monate in dem Hotel aus, denn ich spürte, dass ich Schauspieler werden muss. 2011 ging ich nach Linz / Österreich, um Schauspiel zu studieren. Ich bekam Gelegenheit, mit so tollen Theatermachern wie Peter Wittenberg, Heike Frank und Elke Petri zu arbeiten. Am Linzer Landestheater spielte ich in der Produktion Eine Woche voller Samstage und in Zürich an der Gessnerallee wirkte ich in der Uraufführung von Fernwärme unter der Regie von Katharina Cromme mit. Im Juni 2015 schloss ich meinen Bachelor of Arts ab und trat mein Erstengagement am Theater Naumburg an.


Foto
Krešimir Stražanac

 











 

Krešimir Stražanac, Bass
Der gebürtige Kroate Krešimir Stražanac studierte bei Dunja Vejzovic und Cornelis Witthoefft an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart sowie privat bei Hanns-Friedrich Kunz und Jane Thorner Mengedoht. Seither interpretierte er u. a. Werke von Bach unter Dirigenten wie Reinhard Goebel, Manfred Honeck, Christopher Moulds, Hans-Christoph Rademann und Helmuth Rilling. Der mehrfach ausgezeichnete Sänger war u. a. mit dem Staatsorchester Stuttgart, der Gaechinger Cantorey, den Bamberger Symphonikern, dem BR-Symphonieorchester, dem Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Collegium 1704, La Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias und dem Tokyo Symphony Orchestra zu erleben.
In der Saison 2016/17 debütierte er u. a. beim Collegium Vocale Gent/Orchestre des Champs-Élysées unter Philippe Herreweghe (Vier ernste Gesänge und das Requiem von Brahms), beim Gewandhausorchester (Bachs Johannes-Passion), beim hr-Sinfonieorchester (Schumanns Paradies und die Peri), beim Royal Flemish Orkest (Beethovens 9. Sinfonie), beim Gürzenich-Orchester Köln, bei den Barocchisten und der Radiotelevisione Svizzera sowie an der Bayerischen Staatsoper (Pietro Fleville in Umberto Giordanos Andrea Chénier).
Die neue Saison 2017/18 umfasst Debüts bei der Staatskapelle Dresden, beim Concertgebouw Orchestra sowie dem Tokyo Symphony Orchestra (W. A. Mozart Don Giovanni). Liederabende führten Krešimir Stražanac u. a. nach Bayreuth, Stuttgart, Dijon, Venedig, Dubrovnik, Ljubljana, Zagreb und Japan. Auf CD/Blu-ray/DVD-Aufnahmen ist sein Morales (Carmen), Don Fernando (Fidelio) und Konrad Nachtigall (Die Meistersinger von Nürnberg) sowie Auftritte in Bachs Johannes-Passion mit dem BR-Chor und dem Concerto Köln unter Peter Dijkstra dokumentiert.


Foto
Paul Schweinester

 











 

Paul Schweinester, Tenor
Paul Schweinester wurde in Innsbruck geboren und war Sopransolist der Wiltener Sängerknaben. Er studierte Gesang an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ab und am Conservatorio Santa Cecilia in Rom. Als Mitglied des Young Singer Project der Salzburger Festspiele 2012 arbeitete er mit Dirigenten wie Daniele Gatti und Ingo Metzmacher zusammen.
Von 2009 bis 2013 gehörte er zum Ensemble der Wiener Volksoper.
Als Gast sang er seither bei den Salzburger und bei den Bregenzer Festspielen sowie am Münchner Prinzregententheater, an der Opéra National de Paris, der Opéra National de Montpellier, an der Mailänder Scala und am Royal Opera House Covent Garden, dort u.a. an der Seite von Rolando Villazon und Diana Damrau in einer konzertanten Entführung aus dem Serail, die unter der Leitung von Yannick Nézét-Séguin von der Deutschen Grammophon mitgeschnitten wurde. Konzerte und Liederabende führten ihn zum NDR Hamburg, zur Wiener Jeunesse Musicale, nach Innsbruck sowie zum Festival Bogotá.
In der kommenden Saison führen ihn Gastverpflichtungen an die Deutsche Oper am Rhein, die Oper Köln, an das Theater an der Wien und den Seefestspielen Mörbisch. Als zunehmend auch im Konzert gefragter Solist wird Paul Schweinester u.a. in Mozarts Requiem und als Evangelist in Bachs Weihnachtsoratorium in Dresden und Moskau zu hören sein. Darüber hinaus gibt er Liederabende in Innsbruck und Dornbirn.  


Foto
Gaechinger Cantorey

 











 

Gaechinger Cantorey – die Ensembles der Bachakademie
Mit der Saison 2016/17 hat eine neue Zeitrechnung für die weltbekannten Ensembles der Internationalen Bachakademie Stuttgart begonnen, die seither unter dem gemeinsamen Namen »Gaechinger Cantorey« auftreten. Ursprünglich hieß der 1954 von Helmuth Rilling gegründete Chor »Gächinger Kantorei Stuttgart«, der in allen bekannten Konzerthäusern der Welt mit illustren Partnern wie den Wiener Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchestra und dem Israel Philharmonic Orchestra zu hören war.

»Gaechinger Cantorey«, die historisierte Schreibweise des traditionsreichen Chornamens, meint nun sowohl den seit Hans-Christoph Rademanns Amtsantritt als Akademieleiter (2013) Schritt für Schritt reformierten Chor wie auch das dazu tretende, neuformierte Barockorchester der Internationalen Bachakademie. Im 18. Jahrhundert, dem Zeitalter Johann Sebastian Bachs, wies der Begriff »Chor« nicht bloß in die heute übliche Richtung eines ausschließlich mit Sängern besetzten Ensembles. »Chor« konnte genauso gut für »Instrumentalchor«, ein Orchester also, stehen. Vor dem Hintergrund dieser Tradition fasste Bach 1730 in einer schriftlichen Eingabe an den Rat der Stadt Leipzig Sänger und Instrumentalisten unter dem Begriff einer »Wohlbestallten Kirchen-Music« zusammen und dachte laut über die musikalische Idealbesetzung nach, die seiner Meinung nach einem Kantor zur Verfügung zu stehen hatte. Dass in dieser Idealbesetzung die Instrumente des Orchesters mit den Stimmen der Chorsänger zu einem homogenen und zugleich durchsichtigen Gesamtklang verschmelzen sollten, war für Bach selbstverständlich. Heute erreicht man diese authentische Klangvorstellung nur durch die Verwendung von Barockinstrumenten, den Einsatz von in barocker Aufführungspraxis versierten Spielern sowie die Besetzung eines Chors mit Sängern, die gleichermaßen den Anforderungen eines »Ripienisten« (Ensemblesängers) wie eines »Concertisten« (Solisten) gewachsen sind.
Mit der Entscheidung für ein eigenes Barockorchester und einen nach aufführungspraktischen Kriterien zusammengestellten Chor hat die Bachakademie einen neuen Weg eingeschlagen. Klangliches Fundament und zugleich internationales Alleinstellungsmerkmal dieses neuen Wegs ist der von der Bachakademie in Auftrag gegebene Nachbau einer originalen Truhenorgel aus der Orgelwerkstatt des legendären Bach-Zeitgenossen Gottfried Silbermann, die erst kürzlich im sächsischen Seerhausen entdeckt worden ist. Als originalgetreues Exponat barocker Klangvorstellungen verkörpert dieser Nachbau das ideelle Zentrum einer Bachakademie der Zukunft. Unter dem gemeinsamen Namen »Gaechinger Cantorey« musizieren somit nun das neu gegründete Barockorchester und der reformierte Chor der Bachakademie. Basierend auf dem historischen Fundament der Bach-Zeit und mit Wurzeln in der lebendigen Aufführungsgeschichte des von Helmuth Rilling gegründeten Chors, steht dieser Name für den ganzheitlichen musikalischen Ansatz und das ästhetische Klangideal des Barock.

Die Debüt-CD der Gaechinger Cantorey unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann »Erhalt uns, Herr, bei Deinem Wort«, mit Reformationskantaten von J.S. Bach, erschien im Mai 2017 beim Stuttgarter Carus-Verlag. Die Kritik war begeistert: »Die Gaechinger Cantorey ist in neuer Besetzung und Ausrichtung ganz oben dabei im Konzert der deutschen Barockensembles.« (kulturradio des rbb)


Foto
Hans-Christoph Rademann

 











 

Hans-Christoph Rademann
Der Dirigent Hans-Christoph Rademann ist ein ungemein vielseitiger Künstler mit einem breiten Repertoire, der sich mit gleicher Leidenschaft der Aufführung und Wiederentdeckung Alter Musik wie der Uraufführung und Pflege Neuer Musik widmet. Geboren in Dresden und aufgewachsen im Erzgebirge (Schwarzenberg), wurde er früh geprägt von der großen mitteldeutschen Kantoren- und Musiktradition. Er war Schüler im traditionsreichen Kreuzgymnasium, Mitglied des berühmten Kreuzchors, der 2016 sein achthundertjähriges Bestehen feierte, und studierte an der Musikhochschule Dresden Chor- und Orchesterdirigieren. Während seines Studiums gründete er den Dresdner Kammerchor und formte ihn zu einem internationalen Spitzenchor, der bis heute unter seiner Leitung steht. Ein eindrucksvoller Beleg für die Qualität dieser künstlerischen Zusammenarbeit ist die gefeierte Einspielung des Gesamtwerks von Heinrich Schütz beim Stuttgarter Carus-Verlag, die 2018 ihren Abschluss finden wird.
Hans-Christoph Rademann arbeitet mit führenden Chören und Ensembles der internationalen Konzertszene zusammen. Von 1999 bis 2004 war er Chefdirigent des NDR Chors und von 2007 bis 2015 Chefdirigent vom RIAS Kammerchor. Regelmäßige Gastdirigate führten und führen ihn zum Collegium Vocale Gent, der Akademie für Alte Musik, dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, den Rotterdamer Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden u. a. Seit Juni 2013 ist Hans-Christoph Rademann der Akademieleiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Für seine künstlerische Arbeit ist Hans- Christoph Rademan mit Preisen und Ehrungen ausgezeichnet worden, darunter die Johann-Walter-Plakette des Sächsischen Musikrats (2014), die Sächsische Verfassungsmedaille (2008), der Förder- sowie der Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden (1994 bzw. 2014). Außerdem wurde er 2016 mit dem Preis der Europäischen Kirchenmusik der Stadt Schwäbisch Gmünd ausgezeichnet. Mehrmals erhielt er für seine zahlreichen CD-Aufnahmen den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (zuletzt 2016) sowie den Grand Prix du Disque (2002), den Diapason d’Or (2006 & 2011), den CHOC de l’année 2011, den Best Baroque Vocal Award 2014.
Hans-Christoph Rademann ist Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Außerdem ist er Intendant vom Musikfest Erzgebirge, Botschafter des Erzgebirges und Schirmherr des Christlichen Hospizdienstes Dresden.


Foto
Wenzelsorganist David Franke (Naumburg)

 











 

David Franke, geboren 1980 in Freiberg/Sachsen, studierte Kirchenmusik, Orgel und Orgelimprovisation in Stuttgart, Kopenhagen und Berlin und ist seit 2008 Organist an St. Wenzel Naumburg. Er ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe (u.a. Grand Prix de Chartres, Internationaler Orgelimprovisationswettbewerb Haarlem) und unterrichtet als Dozent für Orgelimprovisation an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart sowie auf Meisterkursen.
Konzerttätigkeit im In- und Ausland (u.a. Kathedralen von Chartres, Orléans, Bourges, Strasbourg, Laon (F), Mariinski Theater St. Petersburg (RUS), Internationales Orgelfestival Bergamo (I), ORF-Funkhaus Wien (A), St. Bavo Haarlem (NL), Philharmonie Lodz (PL), Grossmünster Zürich (CH), Dom zu Aarhus (DK), Internationale Orgelwoche Nürnberg, Europäisches Musikfest Stuttgart, Bachfest Leipzig, Thomaskirche Leipzig, Gewandhaus Leipzig, Konzerthaus Berlin, Berliner Dom, Frauenkirche Dresden, Kölner Dom, Philharmonie Essen (D) u.v.m.), Rundfunk- und CD-Aufnahmen.




Martin Hanisch
geb. 1982 in Freiberg
Studium Populatmusik in den Fächern Saxophon und Klarinette an der Musikhochschule "Carl Maria von Weber" Dresden
Konzerte und musikalische Zusammenarbeit mit Frank Köllges, Simone Weißenfels, Jim Whiting, Thomas Zoller, Manfred Hering
Konzertreisen nach Russland, China, Kanada, Polen, Frankreich, Spanien, Italien
aktuelle Projekte: "Vollmondorchester Leipzig", "Duo Amethyst", "Black´n Red Jazzband"





Alexander Goldstein, geboren 1974 in Querfurt, zeigte bereits in seiner Schulzeit Interesse an Elektronik und Musik. Während der Ausbildung zum Industrieelektroniker machte er schon Anfang der 90er Jahre erste Erfahrungen mit der Kombination von Computer und Lichttechnik. Seit 2001, nach Abschluss des Studiums zum Dipl.Ing. (FH), ist er als Techniker in einem Forschungsinstitut tätig.
Seit 2003 illuminiert er regelmäßig Musikveranstaltungen und Themenabende, zunächst privat und seit 2007 auch im Nebengewerbe. Er begleitete seitdem zahlreiche Veranstaltungen im mitteldeutschen Raum mit Licht- und Lasershows, vor allem in und um seinem Wohnort Gleina, aber z.B. auch die jährliche Lichternacht im Herzoglichen Weinberg Freyburg, Lasershows in vielen Kirchen und bei thematische Veranstaltungen, wie die Licht- und Lasershow "Klassik lights" und die Show "Genesis lights" oder die Illumination des Josephskreuzes in Stolberg 2015. In St. Wenzel war er erstmals 2016 tätig mit der Illumination des Festkonzertes zum Hildebrandt-Tag.



Foto
Ludger Lohmann (Stuttgart)

 











 

Ludger Lohmann (*1954 in Herne/Westfalen) studierte an der Musikhochschule und Universität Köln Schul- und Kirchenmusik, Musikwissenschaft, Philosophie und Geographie. Weitere Orgelstudien führten ihn zu Anton Heiller nach Wien und Marie-Claire Alain nach Paris.
Bei mehreren internationalen Orgelwettbewerben erhielt er Preise, u.a. ARD-Wettbewerb München 1979 und Grand Prix de Chartres 1982.?

Seit 1983 lebt und arbeitet er in Stuttgart als Professor an der Musikhochschule. Daneben war er 25 Jahre lang als Organist an der Domkirche St. Eberhard Stuttgart tätig.? Er konzertiert weltweit; Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen dokumentieren seine Repertoirevielfalt mit einer Schwerpunktsetzung auf alte und romantische Orgelmusik.
Ludger Lohmann ist ein gefragtes Jurymitglied vieler internationaler Orgelwettbewerbe. Darüber hinaus führen ihn Gastprofessuren und Masterclasses an zahlreiche Musikhochschulen und Universitäten vieler Länder und zu internationalen Orgelakademien.


Foto
Franz Danksagmüller (Lübeck)

 











 

Der Komponist und Organist Franz Danksagmüller zählt durch seine innovativen Projekte, außergewöhnlichen Orgelimprovisationen und seine Live-Elektronik Performances zu den kreativsten Köpfen der internationalen Konzertszene.
Als Organist und Performer ist er sowohl solistisch als auch in unterschiedlichen Besetzungen tätig.
Seine Kompositionen werden bei renommierten Orgelwettbewerben und Festivals aufgeführt, u.a. in Innsbruck (2016) und Alkmaar (2016, 2017), beim Rainy Days Festival in der Philharmonie Luxemburg (2012), beim Carinthischen Sommer (2015) und beim “International Kyma Sound Symposium”&xnbsp; in Montana (2015) und Leicester (2016). In seinen Kompositionen lotet er die Verbindung von klassischen Klangkörpern mit Live-Elektronik immer wieder neu aus, und legt dabei einen Schwerpunkt auf die Verwendung von historischen Instrumenten und menschlicher Stimme in all ihren Ausdrucksformen.
Als leidenschaftlicher Grenzgänger nutzt er für seine Arbeit historische Kompositionstechniken ebenso wie den Austausch mit Wissenschaftlern, u.a. von der Uniklinik Lübeck und vom CERN in Genf. Dabei spielen Sonifikationen von Daten und ihre Verwendung als Grundlage für Musik eine wichtige Rolle. In genreübergreifenden Projekten arbeitet er mit den unterschiedlichsten Künstlerpersönlichkeiten zusammen, u.a. mit der Vokalistin Lauren Newton, dem armenischen Duduk-Spieler Gevorg Dabaghyan, der Komponistin und Erfinderin von “Kyma" Carla Scaletti, dem Bass-Bariton Klaus Mertens, der Lichtkünstlerin Viktoria Coeln, dem Komponisten Karlheinz Essl und dem Architekturbüro soan.
Zusammen mit dem Saxophonisten Bernd Ruf entstand das Projekt "buxtehude_21", in dem die Musiker mit ihren „Komprovisationen“ eine spannende Brücke von der Barockmusik in die Gegenwart bauen. Das Projekt wurde von der Kritik als „mitreißendes Klangabenteuer“ gefeiert, und ist gerade auf einer vielbeachteten CD erschienen. Eine besondere Rolle nehmen Live-Performances zu Stummfilmen in unterschiedlichsten Besetzungen ein, die sich ebenfalls im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation bewegen.
Franz Danksagmüller studierte Orgel, Komposition und elektronische Musik in Wien, Linz, Saarbrücken und Paris. Zu seinen Lehrern zählen Michael Radulescu, Daniel Roth, Erich Urbanner und Karlheinz Essl. 1994 erhielt er den Würdigungspreis des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, und wurde bei mehreren internationalen Wettbewerben ausgezeichnet.
Er konzertierte u.a. mit den Wiener Symphonikern, der Camerata Salzburg, den Berliner Symphonikern, den Hamburger Symphonikern, dem Orchestra of Birmingham, dem RSO Wien, dem Ensemble “die Reihe” und dem Arnold Schönberg Chor und arbeitete mit namhaften Dirigenten zusammen, u.a. mit Sir Simon Rattle, Michael Schønwandt, Erwin Ortner und Ton Koopmann.
Von 1995 bis 2003 wirkte Franz Danksagmüller als Dozent an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Von 1999 bis 2005 war er Organist und Komponist am Dom in St. Pölten (Österreich), seit 2005 ist er Professor für Orgel und Improvisation an der Musikhochschule Lübeck.


Foto
Michael Kapsner (Weimar)

 











 

Michael Kapsner, geboren 1961 in Passau (erster Orgelunterricht bei Toni Glas), studierte in Wien und Freiburg Orgel (bei Michael Radulescu und Ludwig Doerr), Klavier (bei Hans Petermandl), Tonsatz (bei Friedrich Neumann), Dirigieren (bei Hans-Michael Beuerle) und Kirchenmusik. Seit seiner Jugend übt er eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Organist, Improvisator und gelegentlich als Cembalist aus. Er war Preisträger bei mehreren internationalen Wettbewerben (u.a. Bach-Preis Brügge 1985).
Von 1988 – 1994 wirkte Michael Kapsner als Kirchenmusiker in Freiburg, wo er u.a. den gregorianischen Choral am Freiburger Münster betreute. Von 1993 bis 1999 war er künstlerischer Leiter des Freiburger Oratorienchores.
Von 1994 bis 2001 unterrichtete Michael Kapsner im Lehrauftrag Liturgisches Orgelspiel und Orgel an der Musikhochschule Trossingen. Im Oktober 2000 wurde er als Professor für Orgel und Improvisation an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz berufen. Seit Oktober 2004 wirkt er in der gleichen Funktion an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar.


Foto
Florian Zschucke (Naumburg)

 











 

Florian Zschucke (*1988 in Zwickau) studierte Kirchenmusik A in Halle (Saale). Dieses Studium beendete er unter anderem in den Fächern Orgel, Klavier und Improvisation „mit Auszeichnung“. Anschließend studierte er mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein Jahr in Birmingham (England) Orgel bei Henry Fairs. Schließlich absolvierte er ein Orgel-Master-Studium in Halle (Saale), welches er wiederum „mit Auszeichnung“ abschloss. Von 2015 – 2017 war Florian Zschucke Assistenzorganist an der Stadtkirche St. Wenzel (Naumburg).
Er unterrichtet Orgel und Improvisation, sowohl an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik (EHK), als auch am „Kirchenmusikalischen Seminar der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM)“. Daneben konzertiert er regelmäßig solistisch sowie mit verschiedenen Ensembles im mitteldeutschen Raum.


Foto
Martina Pohl (Sangerhausen)

 











 

Martina Pohl studierte von 1980 – 1986 an der Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale bei Domorganist Michael Pohl (Berlin) Orgel, Prof. Dietrich Wagler (Freiberg) Improvisation und Thomaskantor Georg Christoph Biller (Leipzig) Chorleitung.
Als Organistin ist sie Gast international renommierter Konzertzyklen, wie am Berliner Dom, in der St. Michaeliskirche Hamburg oder an der Silbermannorgel des Freiberger Doms. Konzertreisen nach Frankreich und in die Schweiz machten sie auch im Ausland bekannt. Der Schwerpunkt ihrer Interpretationen liegt auf den Werken der deutschen Romantik und von J. S. Bach.
Seit 1992 arbeitete Martina Pohl als Kirchenmusikerin in Berlin. 2004 erhielt sie die Berufung nach Sangerhausen, wo die Betreuung der historischen Hildebrandt- Orgeln zu ihren Hauptaufgaben gehört. Zahlreiche CD-Einspielungen an barocken und romantischen Instrumenten.
Sie hat die künstlerische Leitung des Südharzer Orgelfestivals. Für ihre Liedkompositionen erhielt sie 2010 beim Passionsliederwettbewerb der Landeskirche Kurhessen-Waldeck den 1. Preis.
Als Dirigentin führt sie regelmäßig Werke der oratorischen Chorliteratur auf. Hierbei arbeitet sie mit dem Orchester „Concerto Berlin“, dem Andreas-Kammerorchester Erfurt, dem Mitteldeutschen Kammerorchester sowie der Staatskapelle Halle und den Thüringer Symphonikern zusammen. Große Beachtung erfuhr dabei die Wiederaufführung des romantischen Oratoriums „Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus 2012. 2013 wurde Martina Pohl von der Stadt Sangerhausen durch die Eintragung in das goldene Buch der Stadt geehrt und von der EKM zur Kirchenmusikdirektorin (KMD) ernannt.




Albrecht Börner hatte seinen ersten Violinunterricht bei Daniel Börner und Matthias Rathmann. 1972 wurde er Mitglied des Andreas-Kammerorchesters Erfurt, von 1973 - 1980 war er Mitglied im Collegium musicum der Medizinischen Akademie Erfurt. Er war darüber hinaus Mitglied des Universitätsorchesters Leipzig sowie des Erfurter Kammerorchesters und leitete von 1982 – 1987 ein eigenes Klaviertrio mit regelmäßiger Konzerttätigkeit. Von 1995 – 2000 war er Mitglied im Erfurter Barocktrio. Seit 1994 ist er Konzertmeister des Andreas-Kammerorchesters mit regelmäßigen solistischen Aufgaben.




Foto
Heiner Graßt (Essen)

 











 

Heiner Graßt (*1954 in Emeljanovo / UdSSR) studierte Orgel, Cembalo und Kirchenmusik an der Folkwanghochschule in Essen und bei Ewald Kooiman in Amsterdam. Als Preisträger und Stipendiat mehrerer Wettbewerbe (u.a. beim internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Wiesbaden) konzertierte er bereits in ganz Europa, sowie in Israel, Kanada und den USA.
Seit 1979 ist er Kantor und Organist an der Alten Kirche in Essen-Kray und leitet darüber hinaus regelmäßig Orgelkurse, Seminare und Workshops.
Bis 1994 leitete er die „Orgelakademie Ruhrgebiet“ und unterrichtete bis 2002 mit einem Lehrauftrag für Orgel an der Universität Essen.
Zahlreiche Rundfunk-, Schallplatten- und CD-Aufnahmen belegen sein breit gefächertes musikalisches Schaffen.


Foto
Susanne Langner (Leipzig)

 











 

Susanne Langner, gebürtige Dresdnerin, studierte am Mozarteum Salzburg bei KS Elisabeth Wilke Gesang und absolvierte 2006 mit Auszeichnung. In Meisterkursen bei Peter-Jakob Kooij, Barbara Schlick, Wolfram Rieger, Axel Bauni und KS Peter Schreier vertiefte sie ihr interpretatorisches Wissen im Liedgesang und der Musik des Barock. Derzeit arbeitet sie verstärkt mit KS Ute Trekel-Burckhardt. Sie ist mehrfache Preisträgerin und Finalistin internationaler Wettbewerbe. So gewann sie 2004 Publikumspreis und Sonderpreis des Internationalen Bachwettbewerbes Leipzig und 2007 den Pfitznerpreis der Stadt Weiden. Ihre Tätigkeit im RIAS Kammerchor Berlin verbindet sie mit einer umfangreichen Karriere als international gefragte Solistin. Als Spezialistin für Barockmusik steht sie auf der Opernbühne, beispielsweise als Orlando (Georg Friedrich Händel) in Berlin, Venus (Alessandro Scarlatti) in Potsdam oder als Oronte (Antonio Vivaldi) unter Federico Maria Sardelli in Barga, Toscana. Vor allem aber führen sie zahlreiche Konzertverpflichtungen ins In- und Ausland, wo sie mit namhaften Ensembles wie dem Kreuzchor Dresden, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, dem Wroclaw Baroque Orchestra, der Lautten Compagney Berlin und der Akademie für Alte Musik Berlin musiziert. Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Thomanerchor Leipzig, den Virtuosi Saxoniae, dem Dresdener Kammerchor, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Leipziger und Dresdner Barockorchester, Chor und Orchester des WDR und diversen kammermusikalischen Ensembles. Dabei gastiert sie regelmäßig bei Festivals wie dem Leipziger Bachfest, dem MDR Musiksommer, dem Europäisches Musikfest Stuttgart, den Tagen für alte Musik Helsinki, Wratislavia Cantans oder den Magdeburger Telemann-Festtagen.
(Fotograf: Matthias Heyde)


Foto
Ulrich Vogel (Leipzig)

 











 

Ulrich Vogel, geboren in Annaberg/Erzgebirge, erhielt mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Bis zum Abitur besuchte er die Förderklasse Klavier am Robert Schumann-Konservatorium Zwickau und studierte danach Dirigieren (bei Kurt Masur), Klavier und Komposition an der Musikhochschule Leipzig. In dieser Zeit errang er Preise bei Dirigier-, Kammermusik-, Improvisationswettbewerben. Dem Engagement an der Semperoper Dresden folgte von 1988 bis 1998 das an Oper und Gewandhausorchester Leipzig als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung, dann als 1. Kapellmeister. Parallel zu seinem Beruf als Dirigent ist Ulrich Vogel seit vielen Jahren als Pianist für Lied und Kammermusik tätig und konzertierte mit renommierten Gesangs- und Instrumentalsolisten in der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Wien, der Semperoper, der Münchner Philharmonie, dem Leipziger Gewandhaus und dem Berliner Schauspielhaus. Konzertreisen führten ihn durch Europa, in die USA, nach Südamerika und Asien. CD- und Rundfunkproduktionen erfolgten mit Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts. Eigene Liedzyklen wurden 2000 herausgegeben und im MDR produziert. Ulrich Vogel gab als Gastprofessor Meisterkurse für Lied und Kammermusik an Hochschulen in Lissabon, Granada, Oslo, St. Petersburg, Boston, Seoul und Saõ Paolo. Seit 2003 ist er als Juror bei internationalen Wettbewerben tätig und gab gemeinsam mit KS Peter Schreier Meisterkurse für Liedinterpretation. 2003 erfolgte seine Berufung zum ordentlichen Professor an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar mit Lehrstühlen in den Instituten für Dirigieren und Gesang/Musiktheater. Seit 2012 findet jährlich unter seiner Leitung der "Freisinger Meisterkurs" für Lied und Kammermusik statt.


Foto
Leipziger Synagogalchor

 











 

Leipziger Synagogalchor
"Die Liebe dieses Chors zur Musik, die er pflegt, ist echt und aufrichtig."
Prof. Eliyahu Schleifer, Jerusalem, Leipziger Volkszeitung, 31. März 2010

Der Leipziger Synagogalchor wurde 1962 von Oberkantor Werner Sander mit dem Ziel gegründet, die jüdische sakrale Musiktradition zu pflegen und einem größeren Hörerkreis zu erschließen. 1972 übernahm Kammersänger Helmut Klotz die künstlerische Leitung des nichtjüdischen Laienchores, der sich zu einem im In- und Ausland hoch angesehenen Konzertchor entwickelte. Seit 2012 hat Ludwig Böhme die künstlerische Leitung inne.
Das Ensemble widmet sich der Aufführung synagogaler Musik insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, z. B. von Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Samuel Lampel, Samuel Naumbourg, Abraham Dunajewski, David Nowakowski oder Heinrich Schalit, aber auch der Renaissance, z. B. von Salomone Rossi. Zum weltlichen Repertoire gehört traditionelle jiddische und hebräische Folklore in freien Bearbeitungen, u. a. von Werner Sander, Friedbert Groß, Fredo Jung, Juan Garcia und Ludwig Böhme.
Konzertreisen führten den Chor durch Deutschland und ins Ausland, u. a. nach Polen, Israel, Südafrika, in die USA, die Ukraine, nach Brasilien, Spanien, Portugal, Schweden und Großbritannien.
Der Chor aus ca. 35 Sängerinnen und Sängern konzertiert a cappella, mit Solisten, mit Orgel-, Klavier- oder Orchesterbegleitung.
Im Januar 2017 wurde der Chor für seine herausragenden Leistungen mit dem Distinguished Service Award der Obermayer Foundation im Berliner Abgeordnetenhaus ausgezeichnet ? "Seit über 50 Jahren haben Sie die Tradition der deutschen Synagoge und Chormusik bewahrt und es für das Publikum weltweit zum Leben erweckt. Sie bringen Harmonie unter die Menschen und in den Gesang." Der Preis wurde erstmals an einen Verein vergeben.


Foto
Ludwig Böhme (Leipzig)

 











 

Ludwig Böhme (* 1979) liebt Vokalmusik – und ist als Spezialist ein Allrounder: Sänger, Dirigent, Dozent und Arrangeur. Als Kind Thomaner, nach dem Abitur Chordirigier-Studium in Leipzig bei Georg Christoph Biller.
Sänger: 1999 Mitbegründer des Calmus Ensembles, seitdem Bariton des Quintetts.
Dirigent: Seit 2002 Leiter des Kammerchors Josquin des Préz. Seit 2004 Initiator der Konzertreihe „Josquin – Das Projekt", der weltweit ersten Josquin-Gesamtaufführung. Seit April 2012 Leiter des Leipziger Synagogalchores.
Dozent: Lehraufträge für Dirigieren an den Musikhochschulen in Leipzig und Halle. Workshops und Meisterkurse für Chöre und Ensembles (u. a. Stimmen-Festival Lörrach, Bachwoche Stuttgart), Chorprojekte (u. a. Chor der Leipziger Buchmesse 2015), Juror bei Wettbewerben.
Arrangeur: Klassisch, modern, jazzig. Einige Arrangements sind im Carus-Verlag publiziert, viele auf Calmus-CDs erschienen, 2004 CARA Award.
Spezialist: Egal ob als Sänger oder als Dirigent – Kompetenz gewinnt Preise: bei allen Wettbewerbsteilnahmen (Deutschland, Belgien, Spanien, Finnland, USA). Dazu Supersonic- und CARA-Awards für CDs. 2009 ein ECHO Klassik für Calmus.
Allrounder: Immer offen und vielseitig, z. B. bei Projekten mit Elke Heidenreich, der HR Bigband, dem Leipziger Barockorchester, dem MDR Sinfonieorchester oder Wenzel & Band. Bisher über 1000 Konzerte in Deutschland, Europa, Nord- und Südamerika.


Foto
Bassem Hawar (Köln/Irak)

 











 

Bassem Hawar studierte am Konservatorium in Bagdad irakische und orientalische Musik mit Hauptfach Djoze. An der Universität studierte er außerdem Geige und Musikwissenschaft. Mehrere Jahre lang unterrichtete er am Konservatorium und an der Musikschule in Bagdad Djoze, Geige und Musiktheorie. Er spielte in verschiedenen, dem Kulturministerium unterstellten Formationen, wie Al Bayariq, Al Nahar al jadid, Babel und dem staatlichen Sinfonieorchester. Zusammen mit seinem Bruder Saad Mahmood gründete er die Gruppe Melodic. Bassem baut seine Instrumente selbst. Er entwickelte die Djoze weiter, so dass sie alle Formen arabischer und europäischer Musik spielen kann und nicht auf ihren traditionellen Bereich, den irakischen Maqam begrenzt bleibt.
Nach seinem Entwurf werden heute Instrumente als "Bassems Djoze" gebaut. Bassem lebt seit 2000 in Deutschland und hat sich in der freien Musikszene etabliert. Sein erstes Projekt in Europa war die Zusammenarbeit mit der niederländischen Jazzformation Yuri Honing Trio. Er ist Mitbegründer der Ensembles Lagash, Ahoar und Sidare, mit denen er in zahlreichen europäischen und einigen asiatischen Ländern konzertierte.
Ahoar gewann 2006 den 1. Preis beim Landeswettbewerb Creole NRW und im folgenden Jahr den Bundeswettbewerb des Weltmusikpreises. Bassem spielt aktuell in zahlreichen Gruppen unterschiedlichster Musikrichtungen von klassisch irakischem Maqam (Duo Melodic, Mesopotamiens) über europäische mittelalterliche Musik (Sanstierce, La Beltatz) bis hin zu Flamenco (Trio Ziryab), neuer Musik und experimentellem Jazz (Crossover Bagdad Köln). Auch bei solistischen Auftritten in verschiedenen Projektensembles kann man seine Virtuosität bewundern.



Foto
Ensemble "gabinetto armonico" (Bremen)

 









 

gabinetto armonico Bremen ist ein Ensemble, das Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert auf historischen Instrumenten aufführt. Der Schwerpunkt des Ensembles ist italienische Musik des 17. Jahrhunderts und ihr Einfluss auf die europäische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. 2013 wurde das Ensemble von Anna Terterjan und Hélène Nassif gegründet. Die Mitglieder des Ensembles haben sich während ihres Studiums an der Hochschule für Künste in Bremen kennen gelernt.
Der Name des Ensembles ist eine Referenz an die einzigartige Wunderkammer im Collegio Romano, in der im 17. Jahrhundert Musikinstrumente aus der ganzen Welt aufbewahrt wurden (afrikanische Schlagzeuginstrumente, hebräische Blasinstrumente, chinesische Tromben, türkische Violinen).
gabinetto armonico Bremen hat es sich zur Aufgabe gemacht, in staatlichen Archiven, in Klöstern und in Schlössern nach vergessenem Repertoire zu suchen und es dem heutigen Konzertpublikum zu präsentieren.


Foto
Søren Christian Vestergaard (Kopenhagen)

 











 

Søren Christian Vestergaard, geboren 1966, erwarb sein Diplom für Kirchenmusik an der Hochschule Esbjerg (Jütland). Weitere Studien absolvierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Wien, bei Prof Alfred Mitterhofer, Improvisation bei M. Radulesco und Bine Bryndorf sowie in der Solistenklasse Kopenhagen bei Prof. Hans Fagius.
Er gab sein Debut Konzert 1995.
Von 1993-2006 war er Organist an der Jægersborg Kirke, Kopenhagen, von 2006-2007 Assistenz Organist am Kopenhagener Dom.
Seit 2007 ist er Organist und Kantor an der Trinitatis Kirche Kopenhagen.


Foto
Pier Damiano Peretti (Wien)

 











 

Pier Damiano Peretti wurde 1974 in Vicenza, Italien, geboren. 1991-95 absolvierte er bei Antonio Cozza das Orgelstudium am Konservatorium seiner Heimatstadt; weitere Interpretationskurse u.a. bei L. F. Tagliavini, H. Vogel, J. van Oortmerssen, J. C. Zehnder, R. Alessandrini.
1996-2002 studierte er Orgelkonzertfach an der Universität für Musik u. d. Kunst Wien, anfangs bei Herbert Tachezi und ab 1998 bei Michael Radulescu, parallel dazu Hauptfach Komposition. Es folgten ein ERASMUS-Studium an der Musikhochschule Hamburg (bei Wolfgang Zerer und Pieter van Dijk).
2002-2009 lehrte er als Professor für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover; 2009 wurde er an die Musikuniversität Wien berufen.
Noch während der Studienzeit erwarb er zahlreiche Preise bei diversen internationalen Orgelwettbewerben (u.a. Bologna, Pretoria, Innsbruck, Hamburg, Toulouse). Als bisher einziger Italiener gewann er 1999 den 1. Preis beim traditionsreichen internationalen Orgelwettbewerb von St. Albans – GB.
Mit einem von der Renaissance bis zur Neuen Musik reichenden Repertoire trat Peretti bisher in ganz Europa, Fernost, Israel und Kanada auf.
Artikelpublikationen, Vorträge und Meisterkurse ergänzen seine pädagogische Tätigkeit. In jüngerer Zeit war er als Juror u.a. bei den internationalen Orgelwettbewerben von Nürnberg, Odense, Tokyo, Dublin, Montreal und St. Albans präsent.




 

zurück zu den Hildebrandt-Tagen 2017

 

Orgelabnahme
durch Bach und Silbermann